Virtual Reality im Planungsprozess | Sven Dübner

Anwendung am Beispiel des Bahnhofareals in Neustadt an der Weinstraße

[ Abstract ]

Das Thema der Abschlussarbeit am Fachbereich Computergestützte Planungs- und Entwurfsmethoden [CPE] der TU Kaiserslautern betrachtete die Virtual Realität [VR] und deren Einsatzmöglichkeiten im Planungsprozess. Dies erfolgte unter Verwendung des Virtual Reality Systems Oculus Rift am Beispiel des Bahnhofareals in Neustadt an der Weinstraße. Neben technischen Grundlagen werden die Eignung von VR für die Planung untersucht und Wege für deren Integration im Rahmen aktueller technischer Möglichkeiten betrachtet und ggf. herausgestellt.
Die verwendete Form der Visualisierung dreidimensionaler Räume bietet vor allem für räumliche Planungen, wie die Architektur oder die Stadtplanung, ein neues und in seiner Vielfalt unbekanntes Potential. Physische Nachbildungen von zukünftigen Planungen, die in der Architektur alltäglich sind, wären durch ein virtuell begehbares Modell obsolet. Darüber hinaus kann die Einbettung von Planungen in das räumliche Umfeld nach Art und Maß der baulichen Nutzung, wie sie vom Gesetzgeber nach § 34 Baugesetzbuch gefordert wird, durch diese Visualisierungsform in hinreichendem Maße gesichert werden.
Digitale Modelle sind bereits seit Langem in der Planung gängige Praxis, jedoch kann das aktive Eintauchen in die virtuell begehbare, zukünftige Realität eine deutlich verbesserte Verständlichkeit bieten, sowie als Überprüfungsmöglichkeit für die Reduktion von gestalterischen, funktionalen und rechtlichen Fehlplanungen fungieren.
Folglich könnte das Instrument der VR exzellente Verknüpfungsmöglichkeiten von theoretischer Planung, Partizipationsprozessen und Schaffung von Akzeptanz in der Bevölkerung als auch der praktischen Umsetzung von Planungsvorhaben bieten.

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