Urbane Ernährungsstrategien – Betrachtung und Analyse digitaler Lösungen | Valeska von Karpowitz

Urbane Ernährungsstrategien decken eine Bandbreite an Wirkungsfeldern im Gefüge einer Stadt und dem dazugehörigen Nahrungssystem ab. Sie sind unter anderem in der Lage, für sicheren Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu sorgen, lokale Wirtschaftskreisläufe zu fördern, relevante Stakeholder zusammen zu führen oder auch negative Umwelteinflüsse einzudämmen. Mithilfe digitaler Lösungen lassen sich effiziente und nachhaltige Ansätze für die raumplanerischen Herausforderungen im Zusammenhang mit urbanen Ernährungsstrategien finden.

Urbane Ernährungsstrategien als auch digitale Methoden repräsentieren wissenschaftliche Forschungsschwerpunkte mit vielfältigen Potentialen, deren Symbiose eine Bandbreite an Multiplikatoreffekten herzustellen vermag. So können entsprechende Strategien wesentlich von digitalen Herangehensweisen wie Echtzeitvisualisierung, Crowdmapping, Online-Verkaufsplattformen, urbane Emotionsmessung etc. profitieren.

Anhand von verschiedenen digitalen Methoden werden in dieser Arbeit die Möglichkeiten für deren Einsatz im Rahmen von urbanen Ernährungsstrategien untersucht und darüber hinaus wird diskutiert, inwieweit ein Mehrwert für letztere entstehen kann.

Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dieser Thematik ist von besonderer fachlicher Relevanz, da die beiden noch jungen Forschungsdisziplinen in Kombination bislang unzureichende Aufmerksamkeit erhalten haben. Untermauert wird diese Erkenntnis durch die mangelhafte Datenlage zu diesem thematischen Zweiklang.

Mithilfe entsprechender digitaler Lösungsansätze können Planer mit verhältnismäßig geringem Aufwand nachhaltigen Mehrwert bewirken und zielgerichtet qualitativ hochwertige Maßnahmen im Zusammenhang mit urbanen Ernährungsstrategien durchführen. Dies wird zudem durch einen auf die Bedürfnisse der urbanen Ernährungsstrategien und digitalen Methoden abgestimmten Workflow gewährleistet.

Die Aufgabe zukünftiger Studien ist, der Frage nachzugehen, inwiefern mit weiterführenden Forschungen und Praxisbeispielen dazu beigetragen werden kann, die Daseinsberechtigung digitaler Lösungsansätze für urbane Ernährungsstrategien zu belegen und deren Umsetzung zu fördern.

Was droh(n)t uns in der Zukunft? | Kerstin Kopal

Einsatzmöglichkeiten von Drohnen in der räumlichen Planung

[ Kurzfassung ]

Heutzutage sind Drohnen ein immer aktueller werdendes Thema. Für Verschiedenste Aufgabenbereiche sind sie einsatzfähig, vor allem im zivilen Bereich rückt die Drohne immer mehr in den Fokus. Dort fungiert diese unter anderem für die freizeitliche Nut-zung als Flugmodell oder als Aufnahmegerät, beispielsweise für Inspektionsflüge. Bei einem so vielfältigen Einsatzbereich stellt sich die Frage, inwiefern die Drohne in der räumlichen Planung verwendet werden kann. Darauf versucht diese Thesis eine Ant-wort zu geben.
Um eine Drohne nutzen zu können, muss zunächst der rechtliche Rahmen abgesteckt werden, denn der Einsatz von Drohnen unterliegt sehr strengen rechtlichen Rahmenbedingungen. Diese müssen im Vorfeld untersucht und korrekt abarbeitet werden. Auf Grundlage der rechtlichen Rahmenbedingungen wird ein allgemeingültiger Leitfaden formuliert werden, der unter anderem Raumplanern dabei helfen kann, Drohnen in der Praxis einzusetzen. Somit könnten mit Hilfe von Drohnen beispielsweise Be-standsaufnahmen aus der Luft vorgenommen werden, um aktuelle Erkenntnisse über die Situation vor Ort unkompliziert und schnell zu erlangen. Abschließend beleuchtet diese Arbeit, für welche Einsatzbereiche eine Drohne noch benutzt werden könnte und ob dies in der Praxis umsetzbar ist.
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[ Abstract ]

Nowadays drones are getting more and more up to date. They are useful for several activities – especially for civilian use. There they are used as a flight model or for recording service flights. Since the range of possible uses is that multifaceted, why should the drone not also find a place in planning?
This question is the focus of this thesis.
Before using a drone, the legal formalities have to be put into place. The operation with drones is restricted by many arrangements. They need to be proofed and implemented accurately. Based on the regulatory framework a guideline can be set, which can help planners using a drone. Therefore, drones could be used to gather the current building stock from the sky. With this method current findings could be achieved straightforward. If a drone can also be useful for other applications and if this can practically be implemented, is the topic off this thesis.

EmoCyclingConcept | Dennis J. Groß

Potentiale der emotionalen Stadtkartierung für Radverkehrskonzepte am Usecase Worms

[  Zusammenfassung ]

EmoCyclingConcept verwendet Methoden der Humansensorik zur Identifizierung von potenziellen Stresspunkten bei Radfahrenden. Sensoren zeichnen georeferenzierte Vitaldaten auf. Sie lassen Rückschlüsse auf das psycho-physiologische Empfinden zu, die mitunter als Stress interpretiert werden können. Die resultierenden Erkenntnisse können (Verkehrs-) Planern helfen die Ursachen von Problemstellen zu erkennen um Maßnahmen abzuleiten. Dieser Beitrag stellt die Methode vor und diskutiert die aus der Studie gewonnenen Ergebnisse hinsichtlich der technischen Optimierung sowie des planerischen Nutzens.

 

[ Abstract ]

The EmoCyclingConcept uses methods of human sensoring to identify potential locations of stress in urban traffic for cyclists. Therefore sensors measure vital data of people while geo-locating it. In further analysis the psycho-physiological data can then be interpreted as stress. The knowledge drawn from the results can help planners to identify the specific reasons of problems to derive suitable measures. It also can be seen as an instrument of participation. This article describes the applied method and discusses the results regarding technical optimization and the usefulness for planning.

Abstracts are taken from: Groß, D., & Zeile, P. (2016). EmoCyclingConcept – Potenziale der emotionalen Stadtkartierung. In J. Strobl, B. Zagel, G. Griesebner, & T. Blaschke (Eds.), AGIT: Journal für Angewandte Geoinformatik (pp. 273–278, Vol. 2). Berlin, Offenbach: Wichmann Verlag.